Kartoffel-Wareniki
Weiche Teigtaschen mit Butter-Kartoffelpüree und gebratenen Zwiebeln. Die Alltags-Wareniki, die als Erste verschwinden.

Über dieses Gericht
Die Kartoffel kam im 18. Jahrhundert in die Ukraine und verbreitete sich im 19. in den Dörfern; Kartoffel-Wareniki sind darum die Füllung, die die meisten Familien an einem gewöhnlichen Tag machen, und an Fastentagen mit Öl statt Butter. Der Teig ist schlicht, die Füllung vor allem Würze: Das ganze Gericht ruht auf der gebratenen Zwiebel, die sowohl hinein als auch obendrauf kommt.
- Vegetarisch
- Nicht vegan wegen Eier, Ungesalzene Butter, Schmand zum Servieren
- Enthält Gluten wegen Weizenmehl
- Enthält Milchprodukte wegen Ungesalzene Butter, Schmand zum Servieren
Zutaten
- 400gWeizenmehl
- 1StückEier
- 200mlWasser
- 55mlSonnenblumenöl
- 15gFeines Meersalz
- 700gKartoffeln
- 250gZwiebel
- 30gUngesalzene Butter
- 2gGemahlener schwarzer Pfeffer
- 150gSchmand zum Servieren (optional)
Zubereitung
Das Mehl mit einer Prise Salz auf die Arbeitsfläche geben und eine Mulde formen. Ei, Öl und lauwarmes Wasser nach und nach zugeben und etwa 8 Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten, der nicht mehr an den Händen klebt. Abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
20 Min.Tipp: Die Ruhe entspannt das Gluten: Der Teig lässt sich dünn ausrollen, zieht sich nicht zurück und reißt beim Zusammendrücken nicht. Das Wasser sollte lauwarm sein, nicht heiß, sonst beginnt das Ei zu stocken.
Die geschälten Kartoffeln in Salzwasser weich kochen, gut abgießen und mit Butter und Pfeffer zerstampfen. Die gehackte Zwiebel in Öl goldbraun braten und die Hälfte unter das Püree mischen; den Rest zum Servieren aufheben. Die Füllung abkühlen lassen.
30 Min.Tipp: Warme Füllung weicht den Teig auf, und der Dampf öffnet die Naht. Gut abgetropfte Kartoffeln halten die Füllung fest; den Geschmack liefert die gebratene Zwiebel, also nicht zu früh vom Herd nehmen.
Den Teig etwa 2 mm dünn ausrollen und mit einem Glas oder einem 7-cm-Ausstecher Kreise ausstechen. In die Mitte jeweils einen Löffel Füllung geben, zusammenklappen und den Rand fest zudrücken, ohne dass Füllung oder Saft in der Naht bleibt. Den nicht benötigten Teig abgedeckt halten.
25 Min.Tipp: Eine Naht mit Füllungsresten geht im kochenden Wasser auf. Abgedeckter Teig bleibt weich; an der Luft trocknen die Ränder an und kleben nicht mehr.
Einen großen Topf Salzwasser sanft zum Kochen bringen und die Wareniki portionsweise hineingeben, einmal umrühren, damit sie nicht kleben. Wenn sie oben schwimmen, noch 3–4 Minuten garen und mit dem Schaumlöffel herausheben.
5 Min.Tipp: Ein großer Topf und kleine Portionen verhindern, dass das Wasser aufhört zu kochen und die Wareniki zusammenkleben. Schwimmen bedeutet, der Teig ist gar; die zusätzlichen Minuten garen die Füllung und festigen die Naht.
Heiß mit der restlichen gebratenen Zwiebel und saurer Sahne servieren.
2 Min.Tipp: Die Süße der Zwiebel und die kühle Sahne machen aus schlichten Kartoffeln mehr als nur Kartoffeln.